Cerner übernimmt Siemens Health Services für 1,3 Milliarden US-Dollar

5. August 2014

Gemeinsames Investitionsvolumen von 650 Millionen US-Dollar pro Jahr für Innovationen Weltweite Standorte ergänzen sich perfekt und weiten globale Kundenpräsenz aus Strategische Allianz von Cerner und der Siemens AG mit Innovationsfonds in Höhe von 100 Millionen US-Dollar für die Entwicklung neuer Lösungen

KANSAS CITY, Missouri, USA — Dienstag, 5. August 2014 — Die Cerner Corporation (Nasdaq: CERN) und Siemens AG haben heute die Übernahme der Siemens Health Services durch die Cerner Corporation für 1,3 Milliarden US-Dollar bestätigt. Die Cerner Corporation und Siemens stellen die Weichen für die Zukunft ihrer Unternehmen: Sie werden ihre Stärken bündeln und gemeinsam in Forschung und Entwicklung investieren. Insbesondere werden sie von der Schaffung eines gemeinsamen Wissenspools sowie von ihrer nunmehr globalen Präsenz profitieren. Die strategische Allianz verbindet Cerners weltweit führendes Know-How in Healthcare IT mit Siemens‘ Kompetenz in Medizintechnik und Bildverarbeitung und legt somit den Grundstein für neue Lösungsansätze im Gesundheitsbereich.

Neal Patterson, Vorstandsvorsitzender, Geschäftsführer und Mitbegründer von Cerner: „Wir glauben, dass von dieser strategischen Allianz die Kunden beider Firmen sowie alle unsere Mitarbeiter und Aktionäre profitieren werden.“ Mit einem Gesamtbudget von mehr als 4 Milliarden für Forschung und Entwicklung hat sich Cerner eine starke Marktposition erworben und ist bestens aufgestellt, um auch in Zukunft zu wachsen. Siemens IT-Assets und insbesondere Siemens Forschung und Entwicklung, sein beeindruckender Kundenstamm sowie seine kompetenten Mitarbeiter stellen einen großen Gewinn für uns dar und werden dazu beitragen, uns für die Zukunft aufzustellen. Darüber hinaus wird der strategische Zusammenschluss treibende Kraft für Innovationen sein: Unsere gemeinsamen Kunden werden von den Vorteilen eines Datenaustauschs zwischen Krankenhausinformationssystem (KIS) und diagnostischen bzw. therapeutischen medizinischen Geräten profitieren.“

Basierend auf diesjährigen Zahlen wird von folgendem Übernahmeumfang ausgegangen:

  • 20.000 Mitarbeiter in mehr als 30 Ländern
  • 18.000 Kunden, darunter einige der jeweils landesgrößten Gesundheitsorganisationen in den verschiedenen Ländern
  • Erwarteter Jahresumsatz von 4,5 Milliarden US-Dollar
  • Branchenführendes Investitionsvolumen für Forschung und Entwicklung von mehr als 650 Millionen US-Dollar

Es wird davon ausgegangen, dass Cerners Aktien bereits 2015 einen Gewinnzuwachs von 0,15 US-Dollar pro Aktie verzeichnen und dass sich dieser Gewinn 2016 auf 0,25 US-Dollar pro Aktie steigert. Die aktienbasierte Vergütung, die einmaligen Transaktionskosten, die mit der Übernahme verbundenen Abschreibungskosten sowie die bereinigten Rechnungsabgrenzungsposten werden voraussichtlich von den nicht-GAAP Erträgen ausgenommen.

Dr. John Glaser, Bereichsleiter Health Services bei Siemens Health Care: „Wir freuen uns sehr, uns mit einem der weltweit führenden Healthcare IT Unternehmen und treibender Kraft in Sachen Innovationen zusammenzuschließen. Für Siemens stehen die Kunden an erster Stelle: Wir sind der festen Überzeugung, dass Cerner der beste Partner für uns ist, die Anforderungen unserer Kunden an Gesundheitstechnik zu erfüllen und Innovationen voranzutreiben. Die Expertise und Kompetenz die wir durch die Vereinigung unserer Kräfte erzielen, schaffen herausragende neue Möglichkeiten für zukünftige Zusammenarbeit und Entwicklung. Unsere Kunden werden insbesondere von Cerners Zukunftsorientierung und dem Fokus auf Innovation profitieren.“

Seit 35 Jahren bietet Cerner innovative Lösungsansätze und Dienstleistungen für Leistungserbringer auf der ganzen Welt. Cerner arbeitet kontinuierlich daran, die Sicherheit und Qualität der Gesundheitsversorgung zu verbessern. Cerner ist gut aufgestellt, um seine Kunden auch zukünftig dabei zu unterstützen, führend bei Gesundheitsversorgung und -management zu sein. Das Unternehmen ist äußerst wettbewerbsstark: Es investiert massiv in Forschung und Entwicklung, nimmt wissenschaftliche Erkenntnisse und technologische Fortschritte auf und versteht die sich ändernden, regulatorischen sowie brancheninternen Anforderungen. So trägt es zum Erfolg seiner Kunden bei.

„Wir haben größten Respekt für die Kunden von Siemens und kennen ihre Bedürfnisse sowie die spezifischen Marktverhältnisse“, sagte Patterson. „Wir freuen uns darauf, sie in die „Cerner-Familie“ aufzunehmen, insbesondere vor dem Hintergrund, dass sie mit einem zunehmend komplexen Umfeld konfrontiert sind. Wir sind stolz darauf, unseren Kunden die Unterstützung bieten zu können, die sie brauchen, um sich innerhalb des sich ständig ändernden Regulierungsdschungels zurechtzufinden und auch weiterhin dabei führend zu sein, Gesundheitsversorgung auf höchstem Niveau anzubieten. Wir fühlen uns den Siemens-Kunden in höchstem Maße verpflichtet und möchten, dass sie Vertrauen in uns haben. Wir haben die Vision und die Ressourcen, die sie benötigen, um ihre Pläne in die Tat umzusetzen und ihre Zukunft zu gestalten.“

Nach der Übernahme wird der Support für die wichtigsten Siemens Krankenhausinformationssysteme beibehalten. Derzeitige Implementierungen werden wie geplant fortgesetzt. Darüber hinaus plant Cerner, den Support für die Soarian-Plattform noch mindestens zehn Jahre aufrechtzuerhalten und die Plattform solange weiter auszubauen. Zudem wird Cerner mit allen Kunden zusammenarbeiten, um sie bei der Erreichung ihrer kurz- und langfristigen Ziele zu unterstützen.

Weltweite Allianz

Cerner und die Siemens AG werden eine stategische Allianz bilden, um gemeinsam in innovative Projekte zu investieren. Die Projekte sollen Gesundheits-IT und Medizintechnik gezielt verbinden und somit dazu beitragen, dass Arbeitsabläufe und klinische Ergebnisqualität erheblich verbessert werden. Jedes der beiden Unternehmen wird bis zu 50 Millionen US-Dollar zur Finanzierung der Projekte beisteuern und unterstreicht so die Bedeutung, die Innovationen für sie und ihre Kunden haben.

Die Allianz ist vorerst auf drei Jahre ausgelegt. Da medizinische Bildverarbeitung eine zentrale Rolle bei Diagnostik und therapeutischen Entscheidungen spielt, wird der Schwerpunkt der Zusammenarbeit zunächst auf der Verbesserung von Arbeitsabläufen, die medizinische Bildverarbeitung erfordern, liegen.

„Siemens ist weltweit führend, wenn es um medizinische Bildverarbeitung sowie Technologie für Diagnose und Therapie geht“, sagte Patterson. „Medizintechnik schafft ganze Datenberge, die gelagert und zugänglich gemacht, visualisiert und interpretiert werden müssen. Dadurch dass die Daten im KIS genau zum richtigen Zeitpunkt und im richtigen Kontext zur Verfügung stehen, können fortschrittlichste diagnostische und therapeutische Verfahren verbessert werden. Zusammen werden wir Grenzen verschieben und das Zusammenspiel von IT-Prozessen und Technologie neu gestalten.“

Geschäftsbestätigung

Cerner beabsichtigt die Übernahme aus Barmitteln zu finanzieren. Gemäß behördlicher Überprüfung und den üblichen Bestimmungen soll die Übernahme im 1. Quartal 2015 abgeschlossen sein. Die Aufsichtsräte von Cerner und Siemens haben dem Geschäft bereits zugestimmt.

Cerner wird von Greenhill & Co., Inc. als Finanz- und Latham & Watkins LLP als Rechtsberatung begleitet. Siemens wird von JP Morgan als Finanz- und Clifford Chance LLP als Rechtsberatung begleitet.

Telefonkonferenz

Am Dienstag, den 5. August, um 16 Uhr CST (Central Standard Time) wird Cerner eine Telefonkonferenz für die Investorengemeinschaft abhalten, um über die Übernahme zu sprechen. Die Einwahlnummer lautet +1 (617) 614-4909. Das Passwort ist „Cerner“. Cerner empfiehlt, der Konferenz 15 Minuten vor Registrierungsbeginn beizutreten. Die Aufnahme der Telefonkonferenz wird von Dienstag, den 5. August, 20 Uhr CST bis Dienstag, den 12. August, 23.59 Uhr CST zur Verfügung stehen. Die Einwahlnummer hierfür lautet +1 (617) 801-6888. Das Passwort ist 94618496.

Webcast und Folien, die in der Telefonkonferenz vorgestellt werden, sind auf der Homepage von Cerner (www.cerner.com) im Bereich „About Cerner“ einsehbar. Dazu klicken Sie bitte weiterführend auf Investor Relations, Presentation und dann Webcasts.

Über Cerner – GesundheIT im Wandel

Cerners Gesundheits-IT verbindet Personen, Daten und Systeme in ca. 14.000 Einrichtungen weltweit. Die IT-Lösungen von Cerner stehen für Innovation. Sie unterstützen Ärzte und Pflegekräfte bei klinischen Entscheidungen und ermöglichen es Organisationen, die (über)regionale Gesundheitsentwicklung zu managen. Seinen Kunden bietet Cerner ein breites Spektrum an Lösungen und Dienstleistungen zur Verbesserung der Ergebnisqualität und Wirtschaftlichkeit der Häuser. Cerner leistet einen Beitrag zur systemischen Verbesserung einer vernetzten Gesundheitsversorgung und zu mehr Gesundheit.

NASDAQ: CERN. Weitere Informationen finden Sie auf unserer englischsprachigen Homepage unter www.cerner.com oder unserem Blog unter www.cerner.com/blog. Zudem können Sie uns auf Twitter (http://www.twitter.com/cerner) und Facebook folgen (www.facebook.com/cerner).

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Alle Angaben dieser Pressemitteilung, die nicht direkt oder ausschließlich auf historischen Fakten basieren, sind zukunftsorientierte Aussagen. Aussagen in Bezug auf den erwarteten Nutzen der vorgesehenen Übernahme und Cerners Pläne, Ziele, Erwartungen und Absichten nach der Übernahme sind Beispiele für diese zukunftsorientierten Aussagen. Diese zukunftsorientierten Aussagen zu zukünftigen Ereignissen basieren auf den gegenwärtigen Überzeugungen, Erwartungen und Annahmen von Cerners Management und unterliegen einer Reihe signifikanter Risiken und Unsicherheiten. Es ist daher wichtig zu berücksichtigen, dass Cerners Leistung und tatsächliche Ergebnisse sowie die finanzielle und allgemeine Geschäftslage substantiell von diesen zukunftsorientierten Aussagen abweichen können. In vielen Fällen sind diese zukunftsorientierten Aussagen an Wörtern wie „planen“, „schätzen“, „beabsichtigen“, „glauben“, „positionieren“, „erwarten“, „wollen“ oder deren negativer Bedeutung zu erkennen. Faktoren, die diese Abweichungen begründen oder dazu beitragen, umfassen unter anderem, aber nicht ausschließlich: Risiken, die durch die Geschäftsübernahme entstehen, etwa durch Probleme bei der Integration, operative oder finanzielle Risiken, die in Verbindung mit der Integration von Cerner und dem übernommenen Geschäft stehen; Ereignisse, Veränderungen oder anderen Umständen, die eine Beendigung der Übereinkunft zur Übernahme hervorrufen; das Risiko, dass die nötige behördliche Überprüfung nicht in der vorgesehenen Zeit erfolgt oder nicht zu den erwarteten Konditionen; das Risiko der zeitlichen Unsicherheit des tatsächlichen Vollzugs der Übernahme; das Risiko, dass die abschließenden Bedingungen der vorgesehenen Übernahme nicht zufriedenstellend sind beziehungsweise nicht in der vorgesehenen Zeit zufriedenstellend sind; das Risiko in Bezug auf eine Störung des Managementzeitplans der laufenden Geschäftsvorgänge durch die vorgesehene Übernahme; das Risiko, dass das übernommenen Geschäft und Vermögenswerte in Zukunft nicht wirtschaftlich erfolgreich sind; der Effekt der Ankündigung der vorgesehenen Übernahme und die Übernahme selbst auf die Leistungsfähigkeit Cerners Kunden und wichtiges Personal zu halten und neuzugewinnen und die Beziehungen zu wichtigen Lieferanten weiter zu pflegen; unerwartete Kosten, Gebühren oder Ausgaben, die aus der Übernahme resultieren; und Rechtsstreitigkeiten oder Ansprüche, die aus der Übernahme oder den übernommenen Vermögenswerten und Geschäften entstehen. Eine weiterführende Diskussion bezüglich zusätzlicher Risiken, Unsicherheiten und Faktoren befinden sich in Cerners Eingaben an die U.S. Security and Exchange Commission (SEC). Der Leser sollte kein unangemessenes Vertrauen in die zukunftsorientierten Aussagen stecken, da diese nur für den Tag gelten, an dem sie verfasst wurden. Cerner verpflichtet sich nicht, die zukunftsorientierten Aussagen bezüglich sich veränderter Annahmen, des Auftretens unerwarteter Ereignisse und Veränderungen in den zukünftigen operativen Ergebnissen, finanziellen Konditionen oder dem Geschäftsverlauf zu aktualisieren.

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