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von Norbert Neumann
veröffentlicht am 24.07.2018

Wie die edia.con-Gruppe durch intelligenten Einsatz von Ressourcen die digitale Zukunft gestaltet

Mit der Entscheidung, den Routinebetrieb ihres KIS medico® von Cerner in die Hände von Managed Services zu legen, schaffte sich die für den IT-Betrieb der edia.con-Gruppe zuständige Management- und Servicegesellschaft (MSG) die Möglichkeit, ihr IT- Personal konzentriert am Ausbau der Infrastruktur arbeiten und Projektarbeit leisten zu lassen. Zum besseren Informationsaustausch zwischen Anwendern und IT-Fachleuten wurden IT-Koordinatoren aus dem Anwenderkreis rekrutiert, die als Mittler fungieren. Durch die zügige flächendeckende Digitalisierung sammelte sich ein elektronischer Datenschatz an, der in weiteren Projekten mithilfe eigens entwickelter Algorithmen ausgewertet werden kann und damit die Basis für eine individuellere Patientenbehandlung und strategische Krankenhausplanung legt. Damit kann die edia.con-Gruppe mit ihren insgesamt 900 Betten an fünf Krankenhausstandorten als einer der Innovationstreiber in der deutschen Krankenhaus-IT angesehen werden.

Lesedauer des gesamten Beitrags ca. 8 Minuten. Lieber später in Ruhe lesen? Laden Sie HIER die PDF-Version herunter.


„Am Anfang stand die Frage: Was sind die Kernkompetenzen unserer IT?“ Cornelia Schricker ist Geschäftsführerin der MSG Management- und Servicegesellschaft für soziale Einrichtungen mbH. Als Teil der edia.con-Gruppe, einem regionalen Gesundheitsdienstleister in Sachsen und Sachsen- Anhalt, der Krankenhäuser, Altenpflegeeinrichtungen, Hospize und medizinische Versorgungszentren unter einem Dach vereinigt, hat die MSG unter anderem die Aufgabe, Ausbau und Betrieb der IT-Infrastruktur in den fünf Krankenhäusern mit insgesamt 900 Betten der edia.con sicherzustellen. Das stellt nicht nur wegen der großen Entfernungen der zwischen Dessau und Plauen gelegenen Standorte eine Herausforderung dar, sondern auch wegen der knappen Personalressourcen.

Entlastung von Routineaufgaben schafft Ressourcen für Projektarbeit

„Mit klassischen Turnschuh-Admins bekommen Sie so eine Aufgabe nicht in den Griff. Zumindest dann nicht, wenn Sie mehr wollen als eine reine Umstellung von Papier auf elektronische Dokumente“, bestätigt Lars Forchheim, der Abteilungsleiter Informationstechnik und Organisation der MSG. „Für Wartung und Betrieb eines KIS benötigen Sie viel Fachwissen und Personalressourcen. Die wiederum fehlen dann bei der Planung und Durchführung von Projekten zum Ausbau der Infrastruktur.“

 

Lars Forchheim
Abteilungsleiter Informationstechnik und Organisation der MSG


Ein Dilemma, in dem viele Krankenhäuser feststecken. Deswegen beschloss man 2014, den Betrieb des KIS medico in die Hände der Managed Services des KIS-Herstellers Cerner zu geben. Im darauffolgenden Jahr erfolgte reibungslos die Umschaltung auf den Betrieb im Cerner-Rechenzentrum Berlin. „Damit hatten wir erreicht, was wir wollten“, fasst Cornelia Schricker zusammen. „Unsere IT-Abteilung konnte sich vor allem auf die Planung und Durchführung von Projekten in unserer Unternehmensgruppe konzentrieren und somit die Infrastruktur zügig ausbauen.“

IT-Koordinatoren als Mittler

Dabei werden die IT-Spezialisten von IT-Koordinatoren unterstützt, die ein Bindeglied zwischen Anwendern und IT-Abteilung darstellen. Einer von ihnen ist Peter Pankalla. Der gelernte Krankenpfleger kam eher zufällig zu dieser Aufgabe: „Im Rahmen der Einführung der elektronischen Patientenakte (ePA) wurden Freiwillige der Anwenderebene gesucht, die eine gewisse IT- Affinität hatten, um als Bindeglied zwischen diesen Bereichen zu fungieren“, erinnert er sich. „Das Konzept bewährte sich so gut, dass man nach Abschluss des Projekts beschloss, IT-Koordinatoren als eine Art Kommunikationsmedium zwischen Anwendern und IT- Fachleuten fest einzuführen.“ Das Aufgabenspektrum von Peter Pankalla ist dabei weit gestreut: „Auf der einen Seite sind die Wünsche und Anregungen der Anwender, auf der anderen Seite die Planungen der IT-Abteilungen. Eine meiner Aufgaben ist es, diese Informationen zu bündeln und so zu kommunizieren, dass sie verständlich sind. Kommt es dann zu konkreten Entwicklungen in einem Projekt, werden sie erst einmal von mir getestet, um den Anwendern eine Lösung mit einem gewissen Reifegrad zu präsentieren. Insofern fungiere ich auch als eine Art Filter, der sowohl die IT- Abteilung beim Verständnis von Anregungen als auch die Anwender beim Testen neu eingeführter Lösungen entlastet.“

Schneller und effizienter als in einer Universitätsklinik

„Natürlich finden Sie solche Strukturen auch in anderen Krankenhäusern“, gibt MSG-Geschäftsführerin Cornelia Schricker zu. „Aber dadurch, dass unsere IT-Abteilung sich vorwiegend auf Projekte im Haus konzentrieren kann, arbeiten wir hier wesentlich effizienter bei Planung und Umsetzung, als es möglich wäre, wenn Ressourcen mit Wartung, Betrieb und der dafür notwendigen Weiterbildung gebunden wären.“ Das macht sich ebenso bei den Anwendern bemerkbar. Cornelia Thies ist Pflegedirektorin am Zeisigwaldklinikum Bethanien Chemnitz, das mit seinen rund 300 Betten eines der größten Krankenhäuser in der edia.con-Gruppe ist. „Als ich vor einigen Jahren aus einem Universitätsklinikum an das hiesige Krankenhaus wechselte, war ich erst sehr skeptisch. Ich war es gewohnt, dass die hauseigene IT-Abteilung sowohl für den KIS-Betrieb als auch für IT-Projekte zuständig war. Allerdings habe ich schnell realisiert, dass der Managed-Services-Betrieb des KIS im Arbeitsalltag keinerlei Nachteile in Hinblick auf Funktion und Performance des KIS hat. Dafür war ich sehr positiv von der gezielten, umfangreichen Planung und Umsetzung von IT-Projekten sowie zusätzlich der zügigen Durchführung von Eigenentwicklungen überrascht. Das kannte ich in diesem Umfang, dieser Geschwindigkeit und Qualität so bisher nicht. Davon profitieren natürlich auch die Anwender, denen IT- Lösungen schnell und maßgeschneidert entwickelt und angeboten werden.“

 

Cornelia Thies
Pflegedirektorin der Zeisigwaldkliniken Bethanien Chemnitz


Großen Anteil daran haben auch IT-Koordinatoren wie ihr Kollege Peter Pankalla. „Ihre Mittlerrolle erleichtert die Kommunikation und das Verständnis zwischen Anwendern und IT-Abteilung. Das ist besonders wichtig, wenn Projekte so stringent durchgeführt werden wie hier.“ Doch die gute Kommunikation hat auch ihren Preis: „Die Mittlerrolle des IT-Koordinators führt bei vielen zu einer gefühlten Distanz zur IT-Abteilung. Umso wichtiger ist es, dass er als das Gesicht der IT wahrgenommen wird.“ IT-Abteilungsleiter Lars Forchheim sieht das ähnlich: „Das Konzept funktioniert sicher auch deswegen so gut, weil wir uns stark auf unsere Projekte konzentrieren können. Dadurch sind unsere IT-Koordinatoren immer wieder präsent, und vor allem merken die Anwender, dass sich etwas bewegt, wenn sie Anregungen oder Wünsche haben. Wenn wir uns auch noch um den Betrieb unseres KIS kümmern müssten, wäre das in dieser Form nicht möglich und würde zu Frustration führen.“

Mit sich wandelnden Anforderungen Schritt halten, Veränderungen gestalten

Zumal es Bereiche gibt, die auf eine schnelle Umsetzung von IT-Projekten angewiesen sind, weil sie ständigen schnellen Veränderungen unterliegen. Wie zum Beispiel die Interdisziplinäre Notaufnahme am ebenfalls zur edia.con gehörenden Evangelischen Diakonissenkrankenhaus Leipzig. Dr. med Robert Stöhr, Facharzt für Anästhesie und Chirurgie ist dort leitender Oberarzt: „Gerade die Notfallmedizin ist gekennzeichnet durch eine hohe Dynamik. Das fängt damit an, dass Sie nie wissen, wie viele Patienten kommen und in welchem Zustand sie sind. Hinzu kommt, dass in einer interdisziplinären Notaufnahme das gesamte Spektrum der Medizin abgebildet wird, von der Psychose bis hin zum Beckenbruch. Dadurch müssen Sie sich den Behandlungsleitlinien der einzelnen Fachbereiche anpassen. Und letztlich ist auch die Notfallmedizin als solche einem ständigen wissenschaftlichen Wandel ausgesetzt, der mit einer hohen Geschwindigkeit stattfindet. Der gezielte Einsatz von IT kann hier die Prozessqualität massiv verbessern, sofern er mit den Anforderungen Schritt halten kann.“

Auch hier bewährt sich wiederum, dass das IT-Personal sich auf das Projektgeschäft konzentrieren kann und IT-Koordinatoren bei der Kommunikation helfen. Denn beim Einsatz von IT denkt man in den Krankenhäusern der edia.con – nicht nur in der Notaufnahme in Leipzig – schon längst weiter. Dr. Stöhr erläutert das am Beispiel Triage: „Der Zweck der Triage ist es, ein unkontrolliertes Patientenaufkommen zu strukturieren und nach Dringlichkeit zu behandeln. Dazu benötigen Sie neben dem eigentlichen Triage-System auch einen dahinterliegenden Prozess. Ist dieser elektronisch unterlegt, können Sie ihn besser steuern, indem Sie zum Beispiel Erinnerungen generieren oder wissen, wo der Patient gerade ist oder hin soll. Sie können auch Leitlinien hinterlegen, um Diagnostik und Therapie zu steuern. Richtig interessant wird es aber erst, wenn Sie die Daten, die Sie im Laufe der Zeit generieren, auswerten und statistische Vorhersagen darüber treffen können, ob ein Patient mit einer bestimmten Symptomatik zum Beispiel mit hoher Wahrscheinlichkeit stationär aufgenommen werden muss. Das ermöglicht es dann, Ihre Arbeitsabläufe und Ressourcen noch besser anzupassen. Zum Beispiel, indem Sie eine bestimmte Anzahl stationärer Betten und zu Stoßzeiten entsprechend Personal vorhalten. Vor allem aber auch, indem Sie die Daten nutzen, um den Ablauf der Behandlung individuell zu verbessern. Im Idealfall schaffen Sie es, schon im Rahmen der Triage mit hoher Wahrscheinlichkeit zu wissen, ob der Patient auf der Station aufgenommen werden muss, welche Diagnostikschritte er bis dahin durchläuft und welche nicht. Wenn der Arzt den Patienten dann sieht, hat er schon ein recht umfangreiches Bild des weiteren Verlaufs vor Augen und kann eine auf Erfahrungswerten basierende individuelle Diagnostik anordnen, die der Patient dann zügig durchläuft. Diese Fast-Track-Notfallmedizin wird in Zukunft immer mehr an Bedeutung gewinnen.“

 

Dr. med. Robert Stöhr
Facharzt für Anästhesie und Chirurgie am Diakonissenkrankenhaus Leipzig


Big Data als Grundlage für individuelle Behandlungsplanung und strategische Entscheidungen

Was Patienten und Personal Zeit spart und die Behandlungsqualität verbessert, hat auch eine nicht zu unterschätzende ökonomische Komponente für das Krankenhaus, erläutert Cornelia Schricker: „Big Data, also die statistische Auswertung von Datenschätzen mithilfe bestimmter Algorithmen, ist für Entscheidungen nicht nur im medizinischen Bereich von immenser Bedeutung. Nehmen wir das Beispiel von Dr. Stöhr: Je individueller ich eine zielgerichtete Diagnostik und Therapie bei einem Patienten planen kann, desto ökonomischer werde ich das in der Regel durchführen können. Die Leitlinien der Fachgesellschaften sind dafür eine Vorgabe; wirklich verfeinern kann ich das aber nur mit entsprechenden Datenauswertungen, die den Arzt bei seinen individuellen Entscheidungen unterstützen. Gleichzeitig ermöglicht eine Datenanalyse aber auch, strategische betriebswirtschaftliche Entscheidungen auf einer besseren Wissensgrundlage zu treffen. Zum Beispiel, indem ich Ressourcen mit wenig Aufwand am voraussichtlichen Bedarf planen und Trends frühzeitig erkennen kann. Das ist umso wichtiger, da sich ein Wandel in den Versorgungsstrukturen abzeichnet: Die Grenzen zwischen stationärer und ambulanter Behandlung verschwinden immer mehr. In der Notaufnahme sieht man dies sehr deutlich: Sie wird immer mehr zu einer Entscheidungsinstitution, in der die Patienten in einem Intermediate-Care-Bereich länger verweilen, bevor über eine stationäre Aufnahme entschieden wird. Das hat natürlich auch mittel- bis langfristige Auswirkungen auf die Infrastruktur eines Krankenhauses. Je genauer Sie Ihre Patienten kennen, je exakter Sie Ihre Patientenströme steuern, desto treffsicherer werden Sie auch planen können. Denn es geht ja nicht nur um die reinen Patientenzahlen, sondern auch darum, welche Infrastruktur diese Patienten in Anspruch nehmen und wie sich diese Trends entwickeln.“

 

Cornelia Schricker
Geschäftsführerin der MSG

 

So erstaunt es wenig, dass bei der edia.con entsprechende Algorithmen bereits genutzt und weiter ausgebaut werden. „Dafür gibt es allerdings zwei Voraussetzungen“, gibt Lars Forchheim zu bedenken. „Zum einen benötigen Sie eine ausreichend große Datenbasis, die Sie nur bekommen, wenn das Krankenhaus flächendeckend digitalisiert ist und alle Informationen elektronisch in Form generischer Datensätze vorliegen. Ein PDF-Befund nützt Ihnen hier wenig. Und zum anderen brauchen Sie natürlich auch die Ressourcen, um die entsprechenden Auswertungs-Algorithmen zu entwickeln, zu implementieren und in der Konsequenz die Prozesse anzupassen.“ MSG-Geschäftsführerin Cornelia Schricker stimmt zu: „Es ist sicher nicht übertrieben zu sagen, dass diese Entwicklung in unseren Krankenhäusern erst durch die Vergabe des KIS-Routinebetriebs an Managed Services von Cerner ermöglicht wurde. Wir hätten sonst nicht die notwendigen Ressourcen in der IT-Abteilung und wären noch lange nicht so weit, wie wir es heute sind.“

Integrierte Notaufnahme in Leipzig: führend in Deutschland

Nicht umsonst gilt die Notaufnahme des Evangelischen Diakonissenkrankenhauses in Leipzig zu den führenden Abteilungen in Deutschland, wenn es um digitale Datenerfassung und Prozesssteuerung geht. Nicht ohne Stolz bringt es Notfallmediziner Dr. Stöhr auf den Punkt: „Wir sammeln seit drei Jahren intensiv elektronische Daten in der Notaufnahme. Die elektronischen Daten aus unseren Häusern reichen zurück bis etwa 2002. Das ist ein enormer Schatz an Wissen. Man muss ihn nur auswerten.“ Dabei ist nicht nur die Abteilung von Lars Forchheim gefragt: „Unser Verhältnis zu Cerner als Hersteller und Host unseres KIS wandelt sich immer mehr von einer Kundenbeziehung zu einer Symbiose. Ich sehe darin auch einen Trend, der sich in Zukunft verstärken wird.“ Das immer engere Zusammenspiel zwischen den einzelnen Bereichen einer Krankenhausorganisation weitet sich zunehmend auf die Entwicklung der IT-Systeme aus. „Bisher war es unsere Aufgabe als IT-Abteilung, die Strukturen und Informationsströme im Krankenhaus entsprechend digital abzubilden und an Verbesserungen mitzuwirken“, so Lars Forchheim. „Durch Managed Services haben wir hier den Rücken frei gehabt, um diese Entwicklung zügig zu begleiten. Jetzt sind wir aber an einem Punkt, wo wir Daten auswerten, also Fragen anhand der Informationen beantworten wollen. Das führt dazu, dass sich für uns Managed Services von Cerner zunehmend vom reinen Betreiber unseres KIS zum engen Partner bei der Datenauswertung wandelt. Kurz: Wir müssen die richtigen Fragen stellen, damit wir auch die richtigen Antworten erhalten.“ Der Abteilungsleiter IT geht noch einen Schritt weiter: „Bisher war es so, dass die Entwicklung von KIS-Systemen maßgeblich von den Anwendern getrieben wurde. In Zukunft kommt mit den Anforderungen des Data Mining noch eine weitere Ebene hinzu. Hier stehen wir am Anfang einer faszinierenden Entwicklung, die auch von Cerner befeuert wird. Ich sehe dem auf Basis unserer langjährigen Partnerschaft recht gelassen entgegen.“

Die Zukunft ist jetzt: KIS-Systeme mit empirisch basierten, intelligenten Funktionen

Wo also liegt die Zukunft des KIS? Cornelia Schricker wagt einen Blick in die Zukunft: „Die Versorgungsgrenzen weichen immer mehr auf. Das KIS der Zukunft wird eine offene Plattform sein, eingebunden in eine übergreifende IT-Infrastruktur. Es wird nicht mehr nur einer Prozessunterstützung und Datenarchivierung dienen, sondern durch empirisch basierte, intelligente Funktionen eine flexible Prozesssteuerung und individuelle Patientenversorgung ermöglichen. Gleichzeitig bietet es eine Grundlage für die strategische Planung der Krankenhausorganisation, indem Trends aufgezeigt werden. Vor allem wird es Patienten nicht mehr als ‚Fälle‘ sehen, sondern als Patienten mit einer durchgehenden Historie. Und es wird auch Daten aus anderen Quellen als Patientenakten heranziehen, um Ärzten und Pflegekräften vorzugsweise ein komplettes Bild sowie eine individuelle Behandlung zu ermöglichen.“

Auch wenn man in der edia.con-Gruppe und bei der MSG schon weit gekommen und auf dem Sprung in die digitale Zukunft ist: Es gibt auch Hemmnisse. „Die wesentlichen Hindernisse auf dem Weg in eine effizientere und hochwertigere Versorgung von Patienten wären eigentlich leicht zu beseitigen“, erläutert Cornelia Schricker. „Es müsste endlich in die IT-Struktur von Krankenhäusern und anderen Gesundheitsdienstleistern investiert werden, statt Milliarden in ein Infrastrukturprojekt zu pumpen, das technisch schon längst überholt ist. Dazu gehört auch – und das ist der zweite dringliche Punkt – das Datennetz, das dringend ausgebaut werden muss: sowohl im Hinblick auf die Anzahl der Leitungen als auch auf die Datengeschwindigkeit. Und zu guter Letzt brauchen wir einheitliche Standards, damit Systeme reibungsloser miteinander kommunizieren können. Wenn hier nicht bald durchgreifend gehandelt wird, verliert das deutsche Gesundheitswesen endgültig den Anschluss.“

Gerade das Beispiel der edia.con-Gruppe zeigt, dass auch kleine Krankenhäuser im Verbund durch innovatives Denken und intelligente Nutzung von Dienstleistungen und Ressourcen nicht nur wirtschaftlich gesund bleiben, sondern zudem aktiv die Zukunft des Gesundheitswesens gestalten können.


Fotos: © edia.con-Gruppe