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von Norbert Neumann
veröffentlicht am 05.04.2017

Wie Patienten in der Steiermark die Digitalisierung am eigenen Leib erfahren

Wie fühlt sich Digitalisierung an? Wir alle haben täglich damit zu tun. Aber können wir sie auch spüren? In der Steiermärkischen Krankenanstaltengesellschaft m.b.H. (KAGes) in Österreich ist man der Ansicht: „Yes, we can!“

Schon seit gut 19 Jahren beschäftigt man sich dort mit dem Einsatz von IT in der Patientenversorgung. Heute sind die Kliniken der KAGes dank einer klaren Digitalisierungsstrategie und des daraus folgenden hohen Digitalisierungsgrads nicht nur in die landesweite elektronische Patientenakte (ELGA) eingebunden, sondern auch Bestandteil unterschiedlicher Netzwerke.

Eines davon ist zum Beispiel das Teleneurologienetzwerk in Bad Aussee: Die dortige Klinik verfügt über keine eigene neurologische Fachabteilung, ist aber auch Anlaufstelle, wenn in ihrem Einzugsgebiet ein Patient einen Schlaganfall erleidet. Früher hätte sich unter diesen Umständen die zielgerichtete Diagnostik und Therapie so lange verzögert, bis der Patient in ein anderes Krankenhaus mit entsprechender Fachabteilung verlegt worden wäre. Heute kommt der Facharzt digital zum Patienten: Die Daten der in Bad Aussee durchgeführten Basisdiagnostik werden über das Teleneurologienetzwerk an die neurologische Fachabteilung im Krankenhaus Judenburg-Knittelfeld verschickt. Dort werden sie von einem Facharzt befundet, ggf. eine visuelle Begutachtung des Patienten über eine Videokonferenzschaltung durchgeführt und dem Arzt in Bad Aussee ein fundierter Therapievorschlag unterbreitet. Die Therapie kann also auch schon wirken, wenn ein Transport in die Stroke-Unit notwendig ist.

Der Patient erhält also dank der Digitalisierung frühzeitiger eine spezifische Therapie. Gerade bei Schlaganfällen, deren Behandlung zeitkritisch ist, weil sich die Schäden im Gehirn umso mehr manifestieren, je später interveniert wird, kann so der Outcome deutlich verbessert werden. Der Patient spürt die Digitalisierung also am eigenen Leib, indem er durch sie weniger Leid und schnellere, bessere Behandlung erfährt.

Doch auch weniger akute Patienten können Digitalisierung schon heute spüren: Zum Beispiel durch besser informiertes medizinisches Personal, schnellere Befundübermittlung, weniger Doppeluntersuchungen. Zukünftig werden wir alle noch mehr profitieren. Auch hier ist die KAGes ein Vorreiter: Patienten sollen Zugriff auf ihre eigene Krankengeschichte haben. Und das in der Krankengeschichte gesammelte Wissen soll es ermöglichen, individueller auf Risiken von Patienten einzugehen und zu reagieren, beispielsweise durch gezielte Früherkennungsdiagnostik bei bestimmten Risikofaktoren oder durch eine Kombination von Komorbiditäten.

Während Krankenhäuser vielerorts noch als „Reparaturbetrieb“ gelten, sieht die KAGes sich als präventiv tätiger Gesundheitsdienstleister. So also fühlt sich Digitalisierung an: Gesünder.

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