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von Mathias Harms
veröffentlicht am 15.11.2017

Ein Gastbeitrag von Mathias Harms

Mathias Harms ist als Anwendungs- und Anwenderbetreuer im Klinikum Oldenburg tätig und für die Einrichtung und Implementierung der e-Medikation, der Fieberkurve und des Pflegeprozessmanagements verantwortlich.
In diesem Gastbeitrag erläutert er, was es bei der Medikation im klinischen Alltag alles zu beachten gilt.

Das Klinikum Oldenburg ist ein Haus der Maximalversorgung mit 832 Betten, aufgeteilt in 19 Kliniken, 5 Institute sowie mehrere Zentren, und gehört zum Medizinischen Campus der Universität Oldenburg. Das Klinikum Oldenburg beschäftigt ca. 2.800 Mitarbeiter und versorgte im Jahr 2016 ca. 37.000 stationäre Fälle, 1.230 teilstationäre und 113.000 ambulante Fälle.

Seit dem Jahr 1999 ist medico® als zentrales Krankenhausinformationssystem (KIS) im Einsatz. Der Leitsatz im Klinikum Oldenburg lautet „jedes Subsystem muss mit Cerner medico technisch kommunizieren können“, damit alle medizinischen Daten im Klinikalltag zur Verfügung stehen. In den Jahren 2005 und 2006 ist in den Abteilungen für Hals-Nasen-Ohren und Mund-Kiefer-Gesichts-Chirurgie das Projekt elektronische Patientenakte inklusive der e-Medikation gestartet worden. Im Rahmen der e-Medikation kommen die Partnerprodukte ID Diacos Pharma als Anordnungskomponente und Aescudata AMOR 3 für das Bestellwesen der Medikamente zum Einsatz.

Grundsatz der e-Medikation
Cerner medico beinhaltet die Darstellung der Medikation (Modul Medikation und Fieberkurve), die Gabedokumentation und das Absetzen der Medikation. Die Anordnung und Dosisänderung erfolgt ausschließlich über ID Diacos Pharma. Um eine reibungslose Implementierung der e-Medikation zu haben, müssen im Vorfeld gewisse Fragen geklärt sein. Beispielsweise, wer darf anordnen, wie möchte ich anordnen (relativ oder wirkstoffbezogen), was soll in Cerner medico angezeigt werden (Handelsname oder Wirkstoff), soll es einen Hauskatalog geben oder reicht die ABDA Med., usw.

Prozesse der e-Medikation im Klinikum Oldenburg
Die Medikation unterstützt vier Prozessschritte. Beginnend mit der Eingangsmedikation, die durch den pflegerischen Dienst erhoben wird. Hierbei kommen QR-Scanner zum Einsatz, damit die mitgebrachten Tablettenschachteln oder der bundeseinheitliche Medikationsplan gescannt werden können. Die Umsetzung auf die Hausliste (ein in ID Diacos Pharma hinterlegter Medikamentenkatalog) erfolgt aktuell durch die ärztlichen Kollegen. Bei der Klinikmedikation haben ärztlicher und pflegerischer Dienst gleiche Rechte, sodass es hier zu keiner Einschränkung kommt. Entlassempfehlungen werden ausschließlich vom ärztlichen Dienst übernommen.

Einführung und Umstellung auf die e-Medikation in den Abteilungen
Bei einer Umstellung der Abteilungen auf die e-Medikation betreuen 3 Anwendungs-/ Anwenderbetreuer die Kolleginnen und Kollegen vor Ort. Jeder Mitarbeiter wird im Vorfeld geschult und sogenannte Karteikarten, Medikamentenschemata, werden in ID Diacos Pharma eingerichtet.

Fazit
Viele Dinge müssen im Vorfeld geklärt und in einzelne Prozessschritte verschriftlicht werden. Ausreichende Personalressourcen aus unterschiedlichen Berufsgruppen müssen vorhanden und involviert sein.


 

Mathias Harms
Anwendungs- und Anwenderbetreuer am Klinikum Oldenburg

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