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von Norbert Neumann
veröffentlicht am 21.11.2016

Der Anspruch an Kliniken in Sachen Infektionsschutz ist heute hoch – im Kampf gegen nosokomiale Infektionen haben sie vielfältige Aufgaben: Zahlreiche Keime und Infektionskrankheiten dokumentieren und melden, Infektionsraten erfassen und auswerten, den Antibiotikaverbrauch beobachten und analysieren und viele mehr. Wertvolle Unterstützung kommt hierfür aus der IT. Peter Weiss ist Fachberater beim IT-Dienstleister Cerner und erklärt, wie MetaHMS Hygienefachkräfte im Alltag entlasten kann.

Herr Weiss, MetaHMS gilt im Vergleich zu konkurrierenden Produkten als besonders innovativ. Woran liegt das?

Im Gegensatz zu Konkurrenzprodukten beleuchtet MetaHMS den gesamten Hygieneprozess. Die Lösung leistet mehr als nur das bloße Auswerten von Hygieneparametern und Anzeigen von Auffälligkeiten. Bereits wenn ein Patient das Krankenhaus betritt, beginnt aus Sicht der Fachkräfte der Hygieneprozess: Da erfolgen ein Screening und eine Hygieneanamnese, bei bestimmten Auffälligkeiten können Medikation oder sogar Isolierung nötig sein. Schwestern und Ärzte müssen informiert sein, um die Pflege und Behandlung auf den Patienten anpassen zu können. All diese Prozesse unterstützt das Programm, um den Alltag der Mitarbeiter bestmöglich zu unterstützen.

Welche Funktionen von MetaHMS erleichtern den Alltag der Mitarbeiter genau?

Viele Hygieniker arbeiten heute noch mit Excel-Listen. Sie müssen beispielsweise erfassen, wie viele Patienten auf einer Station sind, wie viele einen ZVK haben und so weiter. Das sind Informationen, die die Pflege einfach im Alltag nebenbei in das System einpflegen kann. So haben beide Seiten etwas davon: Mehr Informationen, weniger Strichlisten und im Falle des Falles wird ein Infektionsherd schneller erkannt. Eine weitere Besonderheit ist das Antibiotic Stewardship: Je nach festgestelltem Keim schlägt das System gleich die passenden Antibiotika und Dosen vor und unterstützt gleichzeitig auch noch bei der Verbrauchsmessung. Das erleichtert Ärzten ihre Arbeit ungemein.

Was ist Ihrer Meinung nach die wichtigste Funktion von MetaHMS?

Eine der wichtigsten Funktionen ist, dass Informationen über Infektionen schneller dahin kommen, wo sie benötigt werden. Aktuell ist es so, dass vorsorglich Proben ins Labor geschickt werden – per Fax kommen die Informationen dann zurück. Wer liest das und zieht daraus die richtigen Schlüsse? Bei MetaHMS gibt es eine automatische Weiterleitung von solchen Informationen in den klinischen Alltag, so dass man schneller Infektionen erkennen und somit behandeln kann. Damit erspart man dem Patienten Leid und dem Krankenhaus Geld, weil man viel schneller und zielgerichteter gegen Keime vorgehen kann.

Vielen Dank Herr Weiss!


Weitere Informationen über die Hygienemanagement-Lösung von Cerner finden Sie hier.

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