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von Norbert Neumann
veröffentlicht am 30.06.2016

Am Abend spielte die Band im Zelt auf dem Dorffest „In the Mood“ von Glenn Miller. Und in Stimmung waren die Teilnehmer der St. Wolfganger Krankenhaustage, die am 16. und 17. Juni stattfanden, auf jeden Fall von Anfang an.

Ein neuer Teilnehmerrekord

Das zeigt bereits ein Blick auf die Statistik: Mit rund 340 Anmeldungen wurde ein neuer Teilnehmerrekord verzeichnet. In Summe hatten wir 2.000 Kursbuchungen für die 102 angebotenen Workshops. Acht Partnerfirmen von Cerner nutzten die Veranstaltung, um sich und ihre Lösungen zu präsentieren.

Kernthema Cybersicherheit

Ein Kernthema, um das sich sowohl die Keynote als auch ein Workshop drehten, war Cybersicherheit. Nachdem Michael George als Vertreter des Cyber-Allianz-Zentrums Bayern zum traditionellen Auftakt der Krankenhaustage beim „Schex“ auf die zunehmende Gefahrenlage auch für Krankenhäuser hingewiesen hatte, war der korrespondierende Workshop vollständig ausgebucht und bestätigte das große Interesse der Teilnehmer am Thema. Zusammengefasst erläuterte der Fachmann des Verfassungsschutzes, dass auch Krankenhäuser als kritische Infrastruktur zunehmend in das Visier von Kriminellen rücken. Wie aktuelle Beispiele zeigen, kann es dabei um Erpressung gehen. Aber auch das Ausspähen von Informationen über prominente Patienten, wie zum Beispiel Politiker oder gar ein gezieltes Schädigen von Personen durch den Eingriff in medizinische Daten oder an Medizingeräten sind Szenarien, die nach Ansicht des Fachmanns in Zukunft durchaus realistisch sein können. Und auch Geheimdienste haben ein wachsendes Interesse. Sicherheit in der Informationstechnologie darf daher nicht – wie bisher oft praktiziert – ein Tabuthema sein, über das Firmen und Krankenhäuser aus Angst vor Reputationsverlust nicht öffentlich reden. Vielmehr muss es einen offenen und öffentlichen Diskurs geben. Um die nötige Transparenz herzustellen wird das neue IT-Sicherheitsgesetz unter anderem eine Meldepflicht von Cyberangriffen beinhalten. Gleichzeitig bietet das Bayerische Landesamt für Verfassungsschutz schon heute die Möglichkeit, Angriffe beim Cyber-Allianz-Zentrum zu melden. Die dortigen Fachleute stehen unter Schweigepflicht, so dass Attacken auf IT-Infrastrukturen oder -Systeme analysiert werden können, ohne dass die betroffenen Unternehmen Angst vor der Offenbarung ihrer Daten haben müssen.Abgesehen von diesem übergreifenden Thema wurden viele weitere eher praktisch-klinische Fragestellungen in Vorträgen und Workshops diskutiert. Angefangen von allgemeinen Themen wie dem Hygienemanagement mit MetaHMS, bis hin zu Neuerungen bei medico.

Bessere Behandlungsqualität durch effizienteres Hygienemanagement

Gerade aufgrund der absehbaren Ausrichtung der Vergütungssysteme auf „pay-for-performance“, also eine auf die Behandlungsqualität abzielende Leistungsfinanzierung, ist die Verbesserung der Therapiesicherheit ein wesentlicher Faktor. Mit MetaHMS und den zukünftig geplanten spezifischen Beratungsleistungen KaPITO® Hygiene geht Cerner hier einen großen Schritt voran. Wie Albert Hahn vom Stauferklinikum in Schwäbisch-Gmünd berichtete, deckt der Ansatz von Cerner ein deutlich breiteres Spektrum im Bereich Hygienemanagement ab, als viele etablierte Standardprodukte im Markt. Schon jetzt unterstützt MetaHMS Abläufe wie z.B. ein Screening auf multiresistente Erreger bei Aufnahme. In der weiteren Entwicklung wird die Integration der Lösung in die einzelnen KIS-Linien von Cerner noch weiter verbessert werden, um das Hygienemanagement noch besser und effizienter im Behandlungsprozess zu verankern. Vorreiter ist dabei medico.

Weiterentwicklungen in medico: Besserer Datenzugriff, engere Anbindung von Komponenten, mehr Patientensicherheit

Auch andere Weiterentwicklungen in medico dienen einem Plus an Patientensicherheit und einem verbesserten Zugriff auf Behandlungsdaten. Eine der augenfälligsten Neuerungen ist die Mobility-Lösung Cerner Pulse, die bereits auf der conhIT vorgestellt wurde. Wie groß das Interesse an diesem Thema in der Praxis ist, zeigten die sehr hohen Teilnehmerzahlen bei den entsprechenden Workshops. Die Mobility-Lösung läuft auf einer unabhängigen Plattform und erlaubt nicht nur mobilen Zugriff auf Daten, sondern auch die Möglichkeit, Informationen vom Mobilgerät aus in die elektronische Patientenakte zu schreiben.Die Darstellungsmöglichkeiten von Patientendaten wurden ebenfalls erweitert. Die sogenannte „Fieberkurve“ hat das Stadium einer reinen Vitalwertanzeige schon lange hinter sich gelassen: Mittlerweile hat sie sich zu einem Cockpit rund um behandlungsrelevante Patientendaten entwickelt, in dem komplexe Informationen übersichtlich dargestellt werden. Die Darstellung kann dabei an die Bedürfnisse verschiedener Berufsgruppen angepasst werden; eine Funktionalität, die praxisorientiert in enger Zusammenarbeit mit Kunden entwickelt wurde. Das betrifft auch den Zugriff auf Informationen zur Medikation von Patienten. Auch hier wurde in Zusammenarbeit mit Praktikern bei Kunden auf die Möglichkeit einer berufsgruppenspezifischen und detaillierten Darstellung von Daten geachtet. Gerade in Hinblick auf eine sichere und effiziente Arzneimitteltherapie sind eindeutige, schnell erfassbare Informationen über Verordnung, Verabreichung oder auch Verweigerung von Medikamenten wichtig.Um den Medikationsprozess als solchen darüber hinaus noch sicherer zu machen, wurde die Anbindung des Arzneimitteltherapiesystems eMedikation/AMTS von ID an medico noch verbessert. So ist nicht nur ein bidirektionaler Datenaustausch zwischen dem KIS und dem Spezialsystem möglich, sondern es können auch die Medikationsdaten aus früheren Fällen in die aktuelle Patientenakte übernommen werden. Gerade bei chronisch kranken Patienten wird das Personal so nicht nur entlastet, sondern auch die Patientensicherheit durch Vermeiden von Schreibfehlern erhöht. Durch die enge Anbindung der eMedikation/AMTS-Lösung von ID an medico ist eine detaillierte Prüfung der Medikation im individuellen Patientenkontext möglich.Neben diesen Highlights diskutierten die Teilnehmer in einer Vielzahl weiterer Sessions noch ein breites Spektrum verschiedenster Themen, wie beispielsweise die Erfahrungen der MSG Chemnitz mit dem Komplettbetrieb von medico im Rechenzentrum von Cerner, den Nutzen und Zusatznutzen der elektronischen Dokumentation in medico am Universitätsklinikum Essen oder dem Now and Next von Cerner.

„In the Mood“ bis zum nächsten Jahr

Der krönende Abschluss des ersten Tages war dann der gemeinsame Besuch des Dorffestes in St. Wolfgang, wo bei Bier und klassisch bayerischer Küche Kontakte erweitert und vertieft werden konnten. Die Unwetter, vor denen im Vorfeld gewarnt worden war, zogen freundlicherweise nördlich von St. Wolfgang durch, so dass der guten Stimmung kein Abbruch getan wurde und alle auch für den zweiten Tag und die nächsten St. Wolfganger Krankenhaustage 2017„In the Mood“ blieben.

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