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PVS Holding GmbH

von Cerner Corporation
veröffentlicht am 11.02.2020

Die Unternehmen der PVS holding GmbH vereinfachen und beschleunigen die privatärztliche Abrechnung mit Soarian Health Archive
Private Leistungen machen einen nicht unerheblichen Anteil der Einnahmen liquidationsberechtigter Ärzte und Krankenhäuser aus. Umso wichtiger ist eine schnelle und zuverlässige Abrechnung, die häufig durch spezialisierte Anbieter wie die Privatärztliche Verrechnungsstelle rhein-ruhr (ein Unternehmen der PVS holding) organisiert wird. Seit 1927 ist der Dienstleister für mittlerweile rund 8.850 Kunden tätig.

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Grundlage für die Arbeit der Verrechnungsstellen sind – wie bei gesetzlich versicherten Patienten auch – fallbezogene Metadaten wie Fallnummer, Name und Behandlungszeitraum. Nicht ohne Grund unterliegen Dienstleister wie die PVS holding der Schweigepflicht.

Viele unterschiedliche Prozesse und Datenformate nach Umstellung auf elektronische Datenübermittlung

Bis 2015 erfolgte die stationäre Abrechnung im Wesentlichen auf Basis von Papier. Als dann die Verfahren im MDK-Prüfprozess digitalisiert wurden, stand man bei den Privatärztlichen Verrechnungsstellen vor einem Problem, wie Stephan Buttgereit, IT-Koordinator bei der PVS holding Unternehmensgruppe, erläutert: „Nachdem die Krankenhäuser, die wir betreuen, alle einen unterschiedlichen Digitalisierungsgrad und unterschiedliche IT-Systeme hatten, spaltete sich ein bis dahin einheitlicher Prozess in viele unterschiedliche Abläufe auf. Beinahe jedes Krankenhaus extrahierte die abrechnungsrelevanten Dokumentationen unterschiedlich und wollte uns diese auf verschiedenste Arten zur Verfügung stellen. Das hatte zur Folge, dass wir es mit einer Fülle von Datenformaten und Zugriffsmöglichkeiten zu tun hatten.“
Auch wenn die PVS holding ihren Kunden so weit wie möglich entgegenkam, war die Situation für alle Beteiligten nicht zufriedenstellend. Denn nicht nur für die PVS bedeutete die Umstellung des Abrechnungs- und Prüfverfahrens mehr Arbeit, sondern auch für die Krankenhäuser selbst. „Vor allem hatten die Sekretariate und damit auch die Chefärzte zu leiden, die in Überbrückungsprozessen, selbst im einfachsten Fall, aufwendig manuell Fallakten aus den Archivsystemen exportieren, aufbereiten und an uns übergeben mussten.“ erinnert sich Stephan Buttgereit. „Wir wollten nicht akzeptieren, dass Digitalisierung im Zusammenhang mit Privatliquidation den Prozess nicht verschlankte, sondern im Gegenteil, den Aufwand sogar erhöhte.“

Mit Cerner als Partner einen schlanken Prozess gestalten

Entsprechend begann man bei der PVS holding nach einer Lösung zu suchen, um neben einem schlanken Prozess für die Krankenhäuser auch weitgehend automatisiert einheitlich strukturierte Metadaten für die Abrechnung zu generieren. Auf der Suche nach einem Entwicklungspartner wurde man schließlich bei Cerner fündig. „Die PVS holding hat zwar eine große Expertise in Hinblick auf IT, aber es hätte wenig Sinn gemacht, einen Prozess, der zum großen Teil in der Krankenhaus-IT abläuft, ohne einen KIS-Anbieter strukturieren zu wollen. Cerner war der erste Anbieter, der auf unsere Anfrage sofort reagierte und der in der Healthcare-IT genauso viel Potenzial sieht, wie wir."
Im Gegensatz zu anderen IT-Projekten im Krankenhausbereich barg dieses seine eigenen Herausforderungen, wie Stephan Buttgereit erklärt: „Im Rahmen der Privatliquidation und BG-Abrechnung gibt es bei unseren Kunden verschiedenste Abrechnungsgrundlagen und Dokumentationsbedarfe. Wir sprechen hier also über eine Vielzahl von kundenindividuell zu berücksichtigenden Ausgangssituationen, die mit möglichst wenig Aufwand einheitlich und strukturiert bedient werden sollten. Zumal die PVS holding eine Unternehmensgruppe ist, die auch mit verschiedenen Abrechnungsstellen kooperiert und Infrastruktur zur Verfügung stellt.“ Aufgrund dessen sollte die Lösung auch möglichst intuitiv bedienbar und in den täglichen Arbeitsablauf integriert sein.

Einheitlich strukturierte Abrechnungsdaten einfach generiert und übertragen

Keine leichte Übung also, doch nach einiger gemeinsamer Entwicklungsarbeit konnte schließlich die Pilotierungsphase in einem Universitätsklinikum gestartet werden. Die Patientenakten werden in Soarian Health Archive® (SHA) von Cerner archiviert. Einzelne Dokumente können dort durch wenige Mausklicks als abrechnungsrelevant gekennzeichnet werden. Die Fallnummer und weitere Metadaten werden automatisch hinzugefügt, wofür SHA einmalig konfiguriert werden muss, um beispielsweise auch Zugriffsberechtigungen festzulegen. Die Abrechnungsdaten werden dann direkt vom SHA des Krankenhauses über ein von der PVS entwickeltes und kostenfrei zur Verfügung gestelltes HL7-Relay strukturiert an die Abrechnungsstelle übergeben. Das hält nicht nur die Datenmengen klein, sondern entlastet auch das Personal im Krankenhaussekretariat und in der Krankenhaus-IT. Ein zusätzlicher Vorteil für die Anwender ist die einfache Bedienbarkeit, denn eine aufwendige Schulung ist nicht notwendig. Eine kurze Einweisung genügt.

Mehr Effizienz und Erlössicherheit im Abrechnungsprozess

Insgesamt wird der Abrechnungsprozess damit auch schneller und effizienter: „Durch die Digitalisierung entfallen natürlich die Transportzeiten und die Akten sind jederzeit im Zugriff der Klinik. Das ist besonders wichtig, wenn z. B. ein Patient erneut aufgenommen wird und man die Informationen aus der alten Akte benötigt,“ erläutert Stephan Buttgereit. „Was aber noch hinzukommt: Durch die Aufbereitung der Informationen im Soarian Health Archive erhalten wir bei der PVS einheitlich strukturierte Datensätze und Akten. Das erleichtert nicht nur die weitere Verarbeitung, sondern ermöglicht uns auch eine technische Vorbereitung in Hinblick auf eine leistungsgerechte Erlössicherung und eine verbesserte Plausibilität bei Prüfungen durch die Versicherungen. Wobei der Aufwand für den Kunden bei der Einführung der Lösung marginal ist: Es müssen lediglich vorhandene Systeme wie SHA angepasst, das Relay angeschlossen und die Anwender kurz eingewiesen werden. Einfacher geht es kaum.“ Die Alltagstauglichkeit der Lösung bestätigte sich auch im Pilotversuch an einer großen Universitätsklinik, wie Stephan Buttgereit bestätigt: „Das Soarian Health Archive von Cerner, das auch bei diesem Kunden im Einsatz ist, ist das erste Archivsystem mit einer für die Privatliquidation optimierten Aktenübertragung. Die Einführung und der Betrieb verliefen ohne größere Probleme, der Aufwand ist sehr überschaubar. Für die Kunden der PVS holding und ihre Partner ist das ein großer Schritt hin zu sinnstiftender Interoperabilität im Sinne einer schnellen und einfachen Abrechnung privatärztlicher Leistungen.“

Foto: © PVS