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von Till Berger
veröffentlicht am 24.08.2017

SAP und Cerner vertiefen ihre Partnerschaft und entwickeln die nächste KIS-Generation von i.s.h.med

Seit fast 25 Jahren besteht die Partnerschaft von SAP und Cerner. Erklärtes Ziel damals: Mit einem System über alle Krankenhausprozesse hinweg zu arbeiten, von der Patientenaufnahme über die Behandlung bis hin zu Entlassung und Abrechnung. Die Lösung: Das Krankenhausinformationssystem (KIS) i.s.h.med® als vollintegrierte Erweiterung des SAP Patient Managements. Martin Kopp, Global General Manager SAP for Healthcare, und Stefan Radatz, Regional General Manager Zentral- und Osteuropa, erklären, wie Kunden von der Partnerschaft profitieren und warum i.s.h.med eine zukunftssichere Lösung ist.

Blog Collage

Auf der diesjährigen Veranstaltung „International i.s.h.med live 2017“ in Berlin haben beide Unternehmen bestätigt, die digitale Reise gemeinsam fortzusetzen. Was heißt das konkret?

Kopp: Cerner und SAP vertiefen ihre Partnerschaft und entwickeln in enger Abstimmung die nächste KIS-Generation, die auf den neuen SAP-Technologien basiert. Sowohl der klinische Teil als auch Patientenadministration und -abrechnung werden auf SAP S/4HANA umgestellt. Für unsere mehr als 600 Kunden weltweit bedeutet das eine langfristige, zukunftssichere Perspektive mit i.s.h.med.

Inwieweit profitieren die Kunden von dieser Entscheidung darüber hinaus?

Radatz: Das Zusammenspiel von SAP Patient Management und i.s.h.med sowie das hohe Integrationsniveau – i.s.h.med bleibt das einzige in SAP vollintegrierte KIS am Markt – bietet den Kunden eine nahtlose IT-Unterstützung der gesamten Prozesskette des Krankenhauses. Das Ergebnis: eine effizientere Zusammenarbeit, transparentere Prozesse, Sicherheit gegen Fehler und Datenverlust, einfachere Wartung und starkes Weiterentwicklungspotential. Mit dem Umstieg auf S/4HANA bieten sich außerdem ganz neue Möglichkeiten: Die Nutzung der Applikationen auf jedem Device, egal ob stationärer PC oder Tablet, oder die In-Memory-Datenbank, die im Sinne der „Vorhersage von Behandlungswegen“ in Sekundenschnelle Inhalte aller Krankengeschichten auswertet, sind nur einige Themen, die wir im Rahmen der neuen Entwicklungen beleuchten.

Kopp: Neben der engen Integration und Kooperation auf Produktebene profitieren die Kunden natürlich auch von den Werten und Kompetenzen beider Unternehmen. Cerner und SAP unterstützen sowohl hohe Qualitätsstandards, als auch eine langfristige, nachhaltige Produktstrategie mit einem starken Fokus auf Forschung und Entwicklung. Dieses starke Engagement für kontinuierliche Innovation ist im Healthcare-IT-Markt von wesentlicher Bedeutung.

Bisher war Cerner für den angesprochenen klinischen Teil zuständig, SAP für den administrativen Part. Wird sich an dieser Aufteilung etwas verändern?

Radatz: Wir fokussieren mit i.s.h.med weiterhin die klinischen Anwendungen und setzen dabei auf die von SAP betreuten Bereiche der Patientenabrechnung und -administration sowie die im Back Office notwendigen Bereiche der Finanzbuchhaltung, Logistik und HR. Im Zuge der Transition auf S/4HANA planen wir, die Themenzuordnung noch klarer auszuprägen. Die medizinische Basisdokumentation (Diagnosen, medizinische Leistungen, Prozeduren) beispielsweise verschiebt sich in den Aufgabenbereich von Cerner. Von dieser Bündelung der Kompetenzen versprechen wir uns mehr Effizienz in der Entwicklung und im Support.

Eine Transition wie diese ist ungemein komplex. Wie ist der Umstieg auf die neue Architektur geplant?

Kopp: Der Umstieg auf S/4HANA wird schrittweise erfolgen. Cerner und SAP werden kontinuierlich über die Entwicklungsschritte informieren. Neben Blogbeiträgen auf den Unternehmensseiten können unsere Kunden zum Beispiel auch die gemeinsame Roadmap einsehen. Wir wollen die Transition so transparent wie möglich gestalten, und entsprechend offen kommunizieren wir auch.

Radatz: Außerdem wollen wir die Anwender stärker in den Entwicklungsprozess einbinden, um die Prioritäten in der Entwicklung noch stärker an den Bedürfnissen der Anwender auszurichten. Moderne Software entsteht nur durch enge Abstimmung mit den Anwendern im Rahmen agiler Verfahren. Davon profitieren sowohl unsere Kunden als auch SAP und Cerner, da Ressourcen gezielter eingesetzt werden.

Eine Partnerschaft lebt auch von den Stärken der Partnerunternehmen. Welche Stärken bringen jeweils Cerner und SAP ein?

Radatz: SAP stellt die gesamte Technologie zur Verfügung, auf der i.s.h.med basiert. Wir als Cerner steuern die klinische Kompetenz und die Erfahrungen im Gesundheitswesen bei. Dazu gehören zum Beispiel die elektronische Krankenakte und das Know-how klinischer Workflows. Viele unserer Mitarbeiter haben einen medizinischen oder pflegerischen Hintergrund. Das hilft uns im Rahmen unserer Entwicklungsprozesse und sichert die zukunftsorientierte IT-Unterstützung der patientenbezogenen Abläufe in den Krankenhäusern.

Kopp: Als Softwareanbieter sind Cerner und SAP darauf ausgerichtet, neue Antworten auf veränderte Rahmenbedingungen und Kundenwünsche zu finden. Dies kann nur erreicht werden, wenn wir qualifizierte Mitarbeiter haben, die gleichberechtigt zusammenarbeiten: Das ist in unserer Partnerschaft der Fall. Begonnen hat es vor knapp 25 Jahren mit einer Entwicklungszusammenarbeit, die mittlerweile zu einer engen Entwicklungspartnerschaft geworden ist.

25 Jahre sind in einer Partnerschaft natürlich ein grandioses Jubiläum. Dürfen sich die Teilnehmer der „International i.s.h.med live 2018“ auf besondere Feierlichkeiten zur „Silberhochzeit“ freuen?

Kopp (lacht): Verraten wollen wir das natürlich noch nicht, aber wir lassen uns sicherlich eine tolle Überraschung einfallen.


Hackathon Nacional de Salud

DI Dr. Markus Pedevilla, Sprecher der SAP-Anwendergruppe Gesundheitswesen Austria (SAGA)

„Das Besondere an i.s.h.med ist für mich die Stabilität des Systems, die Flexibilität, die wir als Betreiber haben, und die nunmehr von Cerner und SAP kommunizierte Zukunftssicherheit.“


Hackathon Nacional de Salud

Karin-Marie Tretter, Cerner Europe

„Wir freuen uns, gemeinsam mit SAP und mehr als 600 Kunden aus über 36 Ländern die digitale Reise hin zu einem KIS der nächsten Generation erfolgreich fortzusetzen.“


Hackathon Nacional de Salud

Emil Peters, President Cerner Global

„Cerner's continued and increased investment in i.s.h.med as a strategic, global solution will only help us better achieve our mission of increasing quality, decreasing variance and errors, and helping create a more efficient and sustainable health system. This next step will allow Cerner and SAP to better support our joint clients in their efforts to ensure better health and care for their communities.“

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Das nationale DRG-Forum ist seit nunmehr 16 Jahren die größte Diskussionsplattform für Krankenhausmanager und Entscheidungsträger aus Politik, Wirtschaft, Verbänden und Wissenschaft.

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