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von DI Dr. Markus Pedevilla
veröffentlicht am 01.06.2016

Wir haben im Dezember 2015 als erster österreichischer Gesundheitsversorger flächendeckend für alle Standorte die Anbindung an die elektronische Gesundheitsakte (ELGA) in kurzer Zeit umgesetzt. Immer wieder werde ich darauf angesprochen, welches Erfolgsgeheimnis hinter der schnellen und erfolgreichen Anbindung der KAGes-Einrichtungen an die ELGA liegt. Im Grunde gibt es aber gar kein Geheimnis, sondern wir haben frühzeitig auf die Einbindung von zwei wichtigen Säulen gesetzt: Mitarbeiter und IT.

Integration der Mitarbeiter

Ein Mammutprojekt wie die Anbindung an ELGA stemmt man nicht alleine. Es ist enorm wichtig, alle Mitarbeiter „ins Boot zu holen“. Dazu bedarf es eines intensiven Change-Managements: Wir haben von Anfang an auf aktive Information und Einbindung aller Mitarbeiter gesetzt. Eine ELGA-Info-Homepage, 80 Informationsveranstaltungen und 20.000 Info-Folder sollten unsere Mitarbeiter in die Lage versetzen, bestmöglich über ELGA Bescheid zu wissen. Sie sollten in gewohnter Weise kompetente Ansprechpartner für unsere Patienten sein. Gerade in sensiblen Bereichen wie etwa der Psychiatrie haben wir durch Schulungen und feste Prozessdefinitionen die Fragen der Mitarbeiter aufgegriffen und Klarheit geschaffen. Jetzt sind unsere Kollegen in der Lage, auf die Patienten zuzugehen und Themen wie Patientenrechte aktiv anzusprechen.

Integration der Systeme

IT-seitig braucht es für so ein Projekt ein Krankenhausinformationssystem (KIS), das Daten aus verschiedenen Subsystemen bündeln, strukturieren und zusammenhängend darstellen kann. Wir setzen dazu schon seit Jahren auf eine hohe Standardisierung und Integration. Unser KIS openMEDOCS, das auf SAP for Healthcare und i.s.h.med basiert, ist ein einheitliches, standardisiertes und integriertes System für die medizinische und pflegerische Dokumentation und steiermarkweit im Einsatz.

Auch Spezialdokumentationen aus z.B. Labor, Intensivstation oder Endoskopie werden über unseren Integrationsserver ins KIS übertragen. Diese strukturierte Datenerfassung kommt uns bei der ELGA-Anbindung zugute. Da die Daten dann aus einer Quelle stammen, können sie verhältnismäßig einfach in der ELGA registriert werden.

Ausblick

Wir rechnen für die Zukunft mit einer Intensivierung der Zusammenarbeit aller Gesundheitsanbieter. Mit der ELGA-Einbindung unseres steirischen Bereichs mit 23 Standorten und 10 weiteren Einrichtungen haben wir einen wesentlichen Meilenstein erreicht. Bis Ende April wurden bereits 99.000 ärztliche Entlassungsbriefe, 243.000 Laborbefunde, 75.000 Radiologiebefunde und 13.000 Pflege-Entlassungsbriefe in unserem ELGA-Bereich registriert.

Klar ist aber: Der Wert der ELGA wächst mit jedem Gesundheitsversorger, der seine Daten einbindet. Neben Dokumenten soll künftig auch die Medikation der Patienten in ELGA eingestellt und durch zugriffsberechtigtes Personal abgerufen werden können. Nicht umsonst haben wir unser ELGA-Projekt unter das Motto gestellt: „ELGA – Just one mouse-click away“!

Von Prozessen und digitalen Akten

von Norbert Neumann
10.10.2018
Das Klinikum Lippe, mit 1.198 Planbetten an drei Standorten eines der größten kommunalen Krankenhäuser Deutschlands, setzte in den letzten Jahren ein Projekt zur Digitalisierung und Langzeitarchivierung der Dokumentation um. Ein zentraler Punkt dabei war die forensische Güte des digitalen Archivs, die der eines konventionellen Papierarchivs gleichwertig sein sollte.

Gerüstet für die Zukunft

von Carsten Emmerling
04.10.2018
„Wir haben Ihre Patientendaten!“, ist so ziemlich das Letzte, was ein Krankenhausbetreiber in einer E-Mail lesen will. Und doch ist es bitterer Ernst. Laut der Roland Berger Krankenhausstudie 2017 wurden 64 Prozent der deutschen Krankenhäuser schon einmal Opfer eines Hackerangriffs.

Ein individuelles Pflegeprozessmanagement von der Stange

von Norbert Neumann
18.09.2018
Die FEK – Friedrich-Ebert-Krankenhaus Neumünster GmbH (FEK) legt großen Wert auf eine qualitativ hochwertige Patientenversorgung und möglichst individuelle Pflege. Um das Pflegepersonal dabei bestmöglich zu unterstützen, setzt man in der Klinik auf ein IT-unterstütztes Pflegeprozessmanagement und Standards für die Basispflege. Innerhalb von rund 1 ¼ Jahren wurde die Lösung auf fast allen Abteilungen ausgerollt und erfreut sich beim Pflegepersonal steigender Beliebtheit.

Den Menschen verbunden

von Norbert Neumann
10.09.2018
Über 20.000 Patienten belegen jährlich die 451 stationären Betten im Bonifatius Hospital im niedersächsischen Lingen (Ems). Ihnen allen individuelle Pflege auf qualitativ höchstem Niveau angedeihen zu lassen, ist für die stellvertretende Pflegedirektorin Christiane Neehoff-Tylla und ihre Mitarbeiter Ziel und Ansporn zugleich: „Wenn man – so wie wir – einen hohen Anspruch an die Qualität der Pflege hat, kommt man um eine umfassende IT-Unterstützung faktisch nicht herum. Individuelle Pflegepläne zu erstellen, sie umzusetzen, alles zu dokumentieren und dann auch noch die abrechnungsrelevanten Daten zu erfassen ist papiergebunden kaum möglich. Deswegen können viele Krankenhäuser – auch aufgrund des Mangels an Pflegekräften – den Pflegeprozess nicht optimal umsetzen. Wir wollten uns damit nicht zufriedengeben und haben deswegen schon frühzeitig auf IT-Unterstützung gesetzt.“