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von Cerner Corporation
veröffentlicht am 07.11.2022

Am Universitätsklinikum Ruppin-Brandenburg in Neuruppin wird seit August 2021 Cerner BI Search genutzt. Das von Oracle Cerner auf Basis der SAP-Fiori-Anwendungen entwickelte Tool liefert Auswertungen zu klinischen und administrativen Fragestellungen in Echtzeit – ob für die Studienzentrale, die Abrechnung, die Verlaufsdokumentation oder für die Geschäftsführung. Weil Anfragen direkt durch die Anwender:innen erfolgen können, schont Cerner BI Search auch die Ressourcen in der IT- Abteilung.

Robert Baron
Robert Baron, stellvertretender Leiter Medical IT 
Universitätsklinikum Ruppin-Brandenburg

 

Rückblickend ist Robert Baron, stellvertretender Leiter Medical IT des Universitätsklinikums Ruppin-Brandenburg, sehr zufrieden. Die Entscheidung für Cerner BI Search sei auf jeden Fall die richtige gewesen, betont er im Gespräch. Die Nachfrage nach Datenauswertungen hatte in den vergangenen Jahren stark zugenommen und die Prozesse für die Integration der Informationen aus verschiedenen Datenquellen banden zunehmend Ressourcen in der IT-Abteilung. Es brauchte einfach zu viel Zeit, um die je nach Anforderung gewünschten Daten umständlich aus verschiedenen Tabellen zu extrahieren und zusammenzustellen.

Schnelle Einarbeitung mit einfachem Zugang über i.s.h.med

Keine 24 Stunden habe es nach der Lieferung des Installationspaketes Cerner BI Search für i.s.h.med® gedauert, bis das neue Tool konfiguriert sowie eingebunden war und damit in den Testbetrieb gehen konnte, erzählt Robert Baron. Bereits nach zwei Wochen startete man in der Studienzentrale in den Produktivbetrieb – hier ist Cerner BI Search heute nicht mehr wegzudenken.

Für die sogenannten „Read only“-Anwender:innen ist innerhalb des Klinischen Arbeitsplatzes von i.s.h.med ein neuer Button angelegt, mit dem sie direkt in Cerner BI Search gelangen. Die Suche ist durch die intuitive, weborientierte Fiori-Oberfläche einfach bedienbar, sodass es nur eine kurze Einarbeitungszeit braucht, um die User mit dem Tool vertraut zu machen. Ein individualisiertes Berechtigungskonzept stellt sicher, dass Daten nur von dafür autorisierten Personen eingesehen werden können.

Cerner BI Search erleichtert das selbstständige und effiziente Arbeiten

„Dass Cerner BI Search keine neue Software ist, in der Anwender:innen extra geschult werden müssen, sondern als praktische neue Funktionalität innerhalb von i.s.h.med wahrgenommen wird, hat die Einführung enorm erleichtert“, sagt Robert Baron. Dass kein Schulungsaufwand besteht, die Anwendung gleichzeitig durch ihre enge Orientierung am praktischen Bedarf die Prozesse einfacher und schneller macht, das betrachtet der IT-Experte als klare Win-Win-Situation für alle. Wunsch und Notwendigkeit für verbesserte Workflows seien hier übrigens ganz konkret aus der Anwenderschaft gekommen, ergänzt Baron, z. B. bezüglich der Auswertung der Übergabeliste. Sie begleitet die Visite auf der Station und enthält für die Übergabe von Schicht zu Schicht detaillierte Informationen für alle am Behandlungsprozess beteiligten Personen. Hier lautete die Anfrage ganz konkret: „Obwohl wir ansonsten digital dokumentieren, arbeiten wir hier noch mit einer Papierliste. Können wir da nicht etwas machen?“ Vor Kurzem wurde nun eine erste digitale Version der Übergabeliste für Ärztinnen und Ärzte sowie Pflegekräfte freigeschaltet. Damit steht nun ein schneller Überblick über die Stationen und die einzelnen Patient:innen digital zur Verfügung. Durch die Integration in i.s.h.med können aus Cerner BI Search heraus direkte Absprünge ins KIS erstellt werden. Mit einem Klick kann je nach Berechtigungskonzept in verschiedene Tools gewechselt werden, z.B. in die Verlaufsdokumentation oder in die Fallübersicht.

Auswertungen für verschiedenste Anforderungen: Cerner BI Search in der Anwendung

Neben den Übergabelisten nutzt man Cerner BI Search in Neuruppin für zahlreiche weitere Auswertungen. Ziel ist es immer, Abläufe zu optimieren und damit Zeit und Aufwand zu sparen.

  • Während die Studienzentrale im Universitätsklinikum Cerner BI Search zum Beispiel dafür nutzt, um mögliche Patient:innen für Studien gleich nach deren Aufnahme zu identifizieren,
  • optimiert die DRG-Abteilung mit Cerner BI Search den Workflow in der Abrechnung.
  • Die Wundexpertin nutzt die Suche, um zu erfahren, welche Patient:innen mit welcher Wundklasse auf welcher Station liegen. Dazu muss sie nun nicht mehr stationsweise Patient:in für Patient:in durchklicken, sondern bekommt auf Basis ihrer Anfrage eine übersichtliche Liste in Echtzeit angezeigt. Das spart Zeit und sie kann sich ihren Arbeitstag auf dieser Grundlage ganz einfach zusammenstellen.
  • Die Hygiene erfährt mit Cerner BI Search, auf welchen Zimmern coronapositive Patient:innen liegen und kann für diese Zimmer – sobald sie frei geworden sind – direkt spezielle Hygienemaßnahmen veranlassen.
  • Auch bei der Geschäftsführung des Universitätsklinikums ist Cerner BI Search im Einsatz – als Auswertungstool für Anfragen. Die Suchkriterien der Abfragen werden in Cerner BI Search von der IT erstellt und per Link den „Read only“-Usern zur Verfügung gestellt. Dabei geht es häufig auch um sehr spezifische Anfragen, etwa wenn eine Auswertung zu Patient:innen mit einer Dialyse erbeten wird, mit der Angabe zur Dialysehäufigkeit z. B. auf die Geriatrie. „Das ist schon sehr besonders, aber auch das kann Cerner BI Search. Und ich komme damit viel schneller zu den Ergebnissen als mit herkömmlichen Methoden“, erläutert Robert Baron.

Cerner BI Search ermöglicht den Anwender:innen je nach Bedarf die Nutzung zahlreicher klinischer und administrativer Features und Funktionalitäten. Welche dies im Einzelnen sind, darüber informiert Sie unser Blogbeitrag zur Usability von Cerner BI Search.

Cerner BI Search ermöglicht die Entwicklung eigener Suchkriterien und Business-Logiken

Robert Baron betont, dass man als Cerner Entwicklungspartner von Beginn an die praktische Nutzung des Tools im Blick gehabt habe, damit möglichst viele Kliniken die Funktionalität in ihre Workflows übernehmen und so direkt von der Zeitersparnis durch die komfortablen Suchfunktionalitäten profitieren können. Denn Einbindung und Nutzung sind denkbar einfach: Entweder ist Cerner BI Search über den Business Client direkt in SAP integriert oder User greifen auf das Tool über den Browser zu. Außerdem wird Cerner BI Search am Universitätsklinikum Ruppin-Brandenburg bald auch mobil verfügbar sein, denn die Einführung der mobilen Patientenakte im Rahmen des KHZG ist in naher Zukunft vorgesehen.

Als großes Plus empfindet man in Neuruppin die Möglichkeit sogenannter User-Exits in SAP, die es Kunden erleichtern, ihr System zu erweitern, ohne es modifizieren zu müssen.

So gibt es in Cerner BI Search die Möglichkeit zur Entwicklung eigener Suchkriterien und Business-Logiken, was man am Universitätsklinikum auch genutzt hat. So hat z.B. die Übergabeliste zwei kundeneigene Felder, die die Liste vervollständigen und ganz einfach hinzugefügt werden können. „Das sind die Felder ,Arbeitsdiagnose‘ und ,Ergänzende Anamnese‘ im Patientenprofil, ohne die eine Übergabeliste bei uns keinen Sinn macht“, erklärt Baron. Mit sogenannten Business-Logiken könnten darüber hinaus auch komplexere Sachverhalte entwickelt und angezeigt werden, z B. wenn es um prozessbegleitende Kodierung geht. In der Parkinsonkomplextherapie muss innerhalb von einer Woche eine bestimmte Stundenanzahl an Therapieleistungen erfolgen. Über Business-Logiken können so Warnfunktionen für die Einhaltung der Grenzen implementiert werden. Dies wirkt sich 
direkt auf die Zufriedenheit der Patient:innen aus, da ihre durchgehende therapeutische Betreuung besser unterstützt werden kann.

Dass mit dieser Art der Individualisierbarkeit die Nutzungsfreundlichkeit steigt, liegt auf der Hand. Aktuell haben das Tool ca. 100 Mitarbeitende in Gebrauch – von der Sachbearbeiterin in der Studienzentrale bis zur Pflegekraft auf der Station. „Wenn alle angebunden sind, werden es über 200 Ärztinnen und Ärzte sowie 700 Pflegekräfte sein, die bei uns mit Cerner BI Search arbeiten können“, zeigt Robert Baron erfreut die Perspektive auf.

Auf den i.s.h.med Anwendertagen am 29. und 30. November 2022 im hessischen Fulda gibt Robert Baron praktische Einblicke in die Arbeit mit Cerner BI Search. Hier erfahren Sie mehr zu den i.s.h.med Anwendertagen 2022.