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von Cerner Corporation
veröffentlicht am 22.07.2021

Eine erfolgreiche Digitalisierung kann der entscheidende Baustein für eine notwendige Veränderung im Gesundheitswesen sein. Welche Rolle dabei eine neue Generation KIS für Krankenhäuser spielt, war Thema der Cerner Partner-Session auf der virtuellen DMEA 2021.

Um Kernprozesse in Krankenhäusern bestmöglich zu unterstützen, bedarf es von Herstellern innovative Lösungen, die flexibel auf sich immer schneller verändernde Rahmenbedingungen und den raschen technologischen Fortschritt reagieren. Diese Lösungen führen weg von den monolithischen Krankenhausinformationssystemen (KIS) früherer Zeiten, hin zu offenen und skalierbaren KIS-Landschaften, die den Einsatz von Cloud-Technologien und (Micro-)Services nutzen. Was muss ein zukünftiges KIS können, um klinische Prozesse und Nutzer maximal zu unterstützen? Darüber hat Olaf Dörge, Senior Business Developer bei Cerner, mit dem renommierten Medizininformatiker Prof. Dr. Peter Haas auf der DMEA 2021 gesprochen. Haas ist Co-Autor einer vom health innovation hub in Auftrag gegebenen Studie, die die Rolle des Cloud-Computings bei der Digitalisierung von Krankenhäusern untersucht.

Health-IT as a Service versus Bestandssystem

Was ändert sich am Status quo von Altsystemen und der Verfügbarkeit von Software durch neue Betriebsmodelle? Haas merkt an, dass viele Bestands-KIS weder auf internationalen Standards basieren, was die Datenmodelle betrifft, noch dass sie auf Interoperabilität oder standardisierte Prozesse ausgelegt sind ‒ 2021 ist allerdings genau dies Voraussetzung für eine Förderfähigkeit durch das Krankenhauszukunftsgesetz (KHZG), aber natürlich auch Voraussetzung für moderne offene Systeme der Zukunft. Jedoch sind standardisierte und als laufend aktuelle Services bereitgestellte KIS kein Selbstzweck, sondern unterstützen dabei, Anwendern kontinuierlich Innovationen zur Verfügung zu stellen. Im Gegensatz zu bisherigen Implementierungen, bei denen die Lösungen einmal implementiert, sich mehr oder weniger selbst überlassen werden. Der Medizininformatiker spricht dabei bildhaft von „Software-Verrottung“, also von Software, die über die Jahre weder gepflegt noch weiterentwickelt wurde. Diesen KIS werden künftig hochinnovative Cloud-KIS gegenüberstehen, die nicht mehr als klassisches Betriebsmodell vorgehalten werden. Das ist eine Entwicklung, die Cerner mit seinem KIS i.s.h.med® geht, hin zu einer modularen IT-Architektur, die mehr Flexibilität bei der Implementierung, der Interoperabilität und der Einbindung von Lösungen aus dem i.s.h.med Ecosystem ermöglicht ‒ nicht nur als Hosting eines Legacy KIS nach der Haas’schen Unterscheidung, sondern „cloud native“ KIS-Services. Der Anwender von morgen nutzt Daten, Services und Informationen sicher sowie durchgängig verfügbar über Cloudservices. Und dies laufend auf dem neuesten Stand, weil der Hersteller die Entwicklung kontinuierlich fortsetzt und sofort verfügbar macht. Das KIS der Zukunft kann von einem Krankenhaus dann einfach „as a Service“ abonniert werden.

„Bridge the gap“ mit i.s.h.med Model System

Eine der Herausforderungen, die Krankenhäuser zu meistern haben, ist der Weg zwischen den beiden KIS-Polen Bestands-KIS vs. Cloud-KIS . Wie kann ein erfolgreicher Übergang gelingen? Cerner setzt mit i.s.h.med seit vielen Jahren auf eine enge Partnerschaft mit seinen Kunden und empfiehlt für diesen Übergang i.s.h.med Model System. Es beinhaltet ein Template mit standardisierten Komponenten für den Start sowie die kontinuierliche prozessorientierte Weiterentwicklung des bestehenden KIS. Entlang dieses Prozesses erfolgt dann über neue i.s.h.med Services der sukzessive sanfte Übergang in die Zukunft.

Aber i.s.h.med Model System ist auch die Basis für erfolgreiche Projekte im Zusammenhang mit dem Krankenhauszukunftsgesetz (KHZG). Ziel ist es, die vom KHZG geförderten Kernfunktionalitäten zur Unterstützung der klinischen Prozesse so fokussiert anzugehen und kontinuierlich zu verbessern, dass innerhalb kürzester Zeit ein spürbar höherer Reifegrad der Digitalisierung erreicht werden kann.

Standardisierung und Interoperabilität ebnen den Weg ins Cloud-KIS

Auf dem Weg zum KIS der neuen Generation kommen der Interoperabilität und Standardisierung eine besondere Bedeutung zu, darin waren sich die Gesprächspartner der DMEA-Partner-Session einig. Es sind auch die beiden Aspekte, die fest in den Fördertatbeständen des KHZG verankert sind. Die Nutzung internationaler Standards und Terminologien wie FHIR und SNOMED CT erleichtern zukünftig bei i.s.h.med das Zusammenspiel und die Anbindung in prozessualer, syntaktischer und semantischer Hinsicht. Grundlage für erfolgreiche IT-Projekte bleiben jedoch auch eine stärkere Berücksichtigung des Managements von Veränderungen und die Prozessorientierung, bei der Anwender und die Reise des Patienten im Vordergrund stehen.

Diesen partnerschaftlichen Prozess wird Cerner zusammen mit seinen i.s.h.med Kunden mit hoher Innovationskraft fortsetzen. Die nächsten Jahre in der Health-IT werden spannend. Bleiben wir also im Gespräch!

Text: Katharina Zeutschner, textwerker24
Foto: ©Cerner