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Weniger administrative Arbeit für das Hygienepersonal

von Cerner Corporation
veröffentlicht am 17.09.2019

Das Infektionspräventions- und Surveillance-System von Cerner wird kontinuierlich verbessert

Infektionskrankheiten galten über Jahrhunderte als Geißel der Menschheit. Mit der Entdeckung der Antibiotika, die kurz vor Beginn des 20. Jahrhunderts ihren Anfang nahm und heute mit Namen wie Paul Ehrlich, Gerhard Domagk und vor allem Alexander Fleming[1] in Verbindung gebracht wird, schienen Infektionen ihren Schrecken verloren zu haben.

Die Begeisterung über das vermeintliche Ende der Infektionskrankheiten flaute allerdings schnell wieder ab, als immer mehr Krankheitserreger auftauchten, die Resistenzen gegenüber Antibiotika entwickelt hatten. Auch die zwischenzeitlich zur Selbstverständlichkeit gewordenen Hygienemaßnahmen in medizinischen Einrichtungen stellten sich als zweischneidiges Schwert heraus: Werden sie als Routinemaßnahme nicht sachgerecht durchgeführt, droht insbesondere in einer durch Arbeitsverdichtung und Personalmangel geprägten Arbeitswelt im Krankenhaus eine Verschleppung von Erregern zwischen Patienten.

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Infektionskrankheiten galten über Jahrhunderte als Geißel der Menschheit. Mit der Entdeckung der Antibiotika, die kurz vor Beginn des 20. Jahrhunderts ihren Anfang nahm und heute mit Namen wie Paul Ehrlich, Gerhard Domagk und vor allem Alexander Fleming in Verbindung gebracht wird, schienen Infektionen ihren Schrecken verloren zu haben.

Infektionsprävention im modernen Krankenhausbetrieb: eine Herausforderung

Die Begeisterung über das vermeintliche Ende der Infektionskrankheiten flaute allerdings schnell wieder ab, als immer mehr Krankheitserreger auftauchten, die Resistenzen gegenüber Antibiotika entwickelt hatten. Auch die zwischenzeitlich zur Selbstverständlichkeit gewordenen Hygienemaßnahmen in medizinischen Einrichtungen stellten sich als zweischneidiges Schwert heraus: Werden sie als Routinemaßnahme nicht sachgerecht durchgeführt, droht insbesondere in einer durch Arbeitsverdichtung und Personalmangel geprägten Arbeitswelt im Krankenhaus eine Verschleppung von Erregern zwischen Patienten.

Der Hauptnutzen einer Softwarelösung für die Krankenhaushygiene besteht heute darin, das klinisch tätige Personal dabei zu unterstützen, Hygienemaßnahmen trotz täglicher Routine und Zeitdruck immer aufmerksam und sachgerecht durchzuführen, Antibiotika möglichst sparsam und gezielt einzusetzen und vor allem potenziell gefährliche Infektionsverläufe von harmlosen Immunreaktionen zu unterscheiden. Keine einfache Aufgabe, denn die Symptomatik zwischen postoperativ etwas auffiebernden Patienten und demjenigen, der dabei ist, eine Sepsis zu entwickeln, unterscheidet sich anfänglich kaum. Zusätzlich ist es schwierig, papierbasiert in einem klinischen Umfeld mit hohem Patientendurchlauf und kurzen Verweildauern zeitnah mögliche Infektionsherde zu erkennen und eine Ausbreitung von Erkrankungen frühzeitig zu verhindern.

Das Werkzeug: IPSS

Unterstützung erfährt das klinische Team bei seiner Aufgabe durch spezialisierte IT-Lösungen wie das Infektionspräventions- und Surveillance-System (IPSS) von Cerner. Das System wertet Patientendaten unterschiedlicher Art aus verschiedenen Quellen aus und gibt bei – selbst geringen – Auffälligkeiten einen Hinweis. So wird das Team über potenziell gefährliche Infektionsverläufe oder eine Häufung von Infektionen in einem bestimmten Bereich in Kenntnis gesetzt, die auf fehlerhaften oder nicht ausreichenden Hygienemaßnahmen beruhen könnten. Nachdem die Daten aus verschiedenen, spezialisierten Subsystemen der Krankenhaus-IT kommen, ist es in vielen Krankenhäusern noch notwendig, sie zum Teil händisch einzupflegen. Doch sollte eine Hygienefachkraft sich möglichst wenig mit Verwaltungsarbeit beschäftigen müssen.

Schnellere Erkenntnisse durch automatische Datengewinnung

Aus diesem Grund arbeiten die Entwickler von Cerner beständig daran, IPSS kontinuierlich zu verbessern und mehr Möglichkeiten zu schaffen, Daten automatisch zu gewinnen. Aufgrund fehlender Standards im Gesundheitswesen keine einfache Aufgabe. Trotzdem wurde aktuell die Anbindung eines weiteren Mikrobiologielabors verwirklicht, um Befunddaten in strukturierter Form übernehmen und in die Auswertung mit einzubeziehen zu können. Gleichzeitig harmonisiert IPSS die Daten, indem es unterschiedliche Einheiten, die aus den angeschlossenen Systemen eingespeist werden, vereinheitlicht, um die Auswertung zu erleichtern. Und die Entwicklung schreitet kontinuierlich voran: Ziel ist es, mit IPSS andere Subsysteme so durchgängig anzubinden, dass die dort vorgehaltenen Informationen nicht mehr von Hand in die Lösung eingepflegt werden müssen, sondern auf Knopfdruck ausgewertet werden können.

Denn schnellere und direktere Datengewinnung bedeutet frühzeitigere Warnungen vor gefährlichen Infektionsverläufen und potenziellen Infektionsherden. Geschwindigkeit und ausführliche Analysen sind bereits heute die Vorteile von IPSS. Prävention statt Schadensbegrenzung ist die Prämisse der Hygienemanagementlösung. Um den Vorsprung, den die Krankenhaushygiene durch die Nutzung der Software bereits heute hat, noch weiter auszubauen, liegt auch künftig ein Schwerpunkt der Entwicklung darauf, IPSS noch besser in die IT-Infrastruktur von Krankenhäusern einbetten zu können und damit das Hygienepersonal von administrativer Arbeit zu entlasten, indem Daten nicht mehr händisch erfasst und Routineberichte nicht mehr manuell erstellt werden müssen.

So kann das gesamte Behandlungsteam zielgerichteter und schneller handeln, um Infektionen im Krankenhaus noch wirksamer zu vermeiden.

 

[1] Paul Ehrlich entdeckte Arsphenamin, das 1910 eingeführt wurde, Gerhard Domagk das 1935 eingeführte Sulfonamid und Alexander Fleming das Penicillin, mit dem erstmals 1941 ein Patient behandelt wurde.


Wollen Sie mehr über unsere Lösung IPSS erfahren? Dann besuchen Sie uns vom 09. – 11. Oktober 2019 auf dem Freiburger Infektiologie- und Hygienekongress am Stand 27.

Wenn Sie sich vorab zum Thema Infektionsprävention und Surveillance informieren möchten, finden Sie auf unserer Homepage mehr Details über IPSS. Weitere Informationen direkt zum Freiburger Hygienekongress 2019 finden Sie auf der Homepage des Veranstalters.

 

 

Foto: ©iStock

„Google“ schreibt sich jetzt so: „Cerner BI Search“

von Cerner Corporation
01.07.2021
Für uns ist es heute kaum weg zu denken, wir haben alle Informationen wie selbstverständlich verfügbar, egal ob auf unserem Handy, dem Laptop oder dem PC. Und wenn wir im Internet suchen, sind beinahe alle Informationen der Welt nur einen Mausklick entfernt. Doch wie ergeht es einer Ärztin oder einem Arzt heute, wenn sie beispielsweise wissen wollen, welche Patient*innen eigentlich bis Ende der Woche entlassen werden? Oder Antworten suchen, welche ihrer Patient*innen für morgen einen geplanten OP-Termin haben? Die kurze Antwort von Cerner: es funktioniert genauso, wie man es sonst auch kennt. Auf dem Tablet läuft die Cerner BI Search App von Cerner. In das Suchfeld gebe ich meine Frage ein und erhalte alle Antworten, auf Basis der Daten aus meinem Informationssystem, also i.s.h.med® und SAP. Die Suche kann dabei auch mit komplexeren Abfragen erfolgen und sehr komfortabel werden bei der Angabe schon erste Suchergebnisse eingeblendet. Der Anwender sieht also sowohl sofort Suchergebnisse als auch das Ergebnis der Verfeinerung seiner Suche. Viele dieser Vorteile basieren auf der Nutzung von SAP Fiori, der aktuellen UI-Technologie der SAP. Damit lassen sich komfortable und intuitive Apps bereitstellen, die sowohl in den administrativen oder auch klinischen Bereichen genutzt werden können. Die Unabhängigkeit von den genutzten Geräten und die intuitive Bedienung kombiniert mit den flexiblen Suchmöglichkeiten bietet sofort einen spürbaren Mehrwert für die Mitarbeiter*innen und erhöht die Zufriedenheit. Cerner BI Search ist dabei nur ein Anwendungsfall. Hinzu kommt, diese Apps sind relevant für einzelne Fördertatbestände des Krankenhauszukunftsgesetzes (KHZG), sind also förderfähig.