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Digitalisierung mit Augenmaß

von Norbert Neumann
veröffentlicht am 15.07.2019

Digitalisierung: Heute nicht auf morgen warten

Höhere Behandlungsqualität durch digitale Unterstützung evidenzbasierter Medizin

Die Digitalisierung des Gesundheitswesens ist in vollem Gange. In wohl jedem Krankenhaus arbeiten multiprofessionale Teams derzeit daran, dass Papier baldmöglichst der Vergangenheit angehört. Dass die sachgerecht durchgeführte Umstellung auf eine elektronische Dokumentation die Versorgungsqualität steigert und auch Fehlerquellen minimiert, ist längst allgemein akzeptiert.

Eine hohe Versorgungsqualität – die Währung, mit der Krankenhäuser punkten können

Versorgungsqualität und Patientensicherheit sind Kriterien, die nicht nur für Patienten von Relevanz sind, sondern auch für das regionale Gesundheitsmanagement zunehmende Bedeutung haben. Umso wichtiger ist es, die Möglichkeiten der Digitalisierung schon jetzt voll auszureizen. Denn IT bietet wesentlich mehr als eine elektronische Aktenführung.

Wenn über Behandlungsqualität und Patientensicherheit diskutiert wird, so wird auch auf die Verwendung von Standards und die Anwendung evidenzbasierter Leitlinien für die Behandlung referenziert. Sie geben die bereits evaluierten Best Practices wieder und stellen mitunter den Goldstandard in einer Behandlung dar. Allerdings steht das medizinische Personal immer wieder vor der Herausforderung, mit dem sich exponentiell entwickelnden Wissenszuwachs Schritt zu halten und auf dem aktuellsten Stand zu bleiben. Und wie sollen gerade große Kliniken eine einheitliche Behandlung in allen Bereichen sicherstellen?

Behandlungsstandards mit Ordersets einfach einführen und pflegen

Auch hier findet sich die Antwort in der IT. So bietet Cerner in seiner Lösung i.s.h.med® die Möglichkeit, Behandlungsstandards in Form von Ordersets zu definieren: Das medizinische Personal erhält auf Basis der (Verdachts-)Diagnose des Patienten eine Checkliste abzuarbeitender Schritte – von der Anforderung weiterer Diagnostik bis zu Therapievorschlägen. Dabei führen die Ordersets viele sonst einzeln anzustoßende Funktionen zu einer zentralen Applikation zusammen und beschleunigen so die Arbeitsabläufe. Die Parametrierbarkeit der Ordersets erlaubt eine hohe Flexibilität, sodass Inhalte selbst gestaltet und einfach über das gesamte Haus ausgerollt werden können.

Wer nicht die Kapazitäten hat, selbst standardisierte Behandlungsschritte zu entwickeln und in i.s.h.med einzupflegen, kann von der Partnerschaft profitieren, die Cerner mit Elsevier pflegt: Der Fachverlag bietet evidenzbasierte Leitlinien an, die einfach in i.s.h.med importiert werden können. Und da nichts so schnell veraltet ist, wie das Wissen von gestern, können regelmäßige Aktualisierungen ebenfalls dazu gebucht werden. Wer – etwa in einer Uniklinik – noch aktueller sein möchte oder hausspezifische Standards einpflegen will, kann dies leicht über ein Content Management System tun. So sind Krankenhäuser in der Lage, ihre Diagnostik und Therapie mit wenig Aufwand auf Basis aktueller, evidenzbasierter Leitlinien aufzubauen und damit ihren Patienten eine qualitativ hochwertige Versorgung zu sichern.

Den Nutzen der Digitalisierung gleich richtig umsetzen

Berücksichtigt werden sollte dabei allerdings, dass Ordersets nur eine Seite der Medaille darstellen. Je mehr Prozesse digital unterstützt werden, umso effizienter können die Arbeitsprozesse durch Ordersets beschleunigt werden. Erfahrungen bei Pilotkunden, die Ordersets beispielsweise bei der Behandlung von Patienten mit Morbus Parkinson bereits erfolgreich einsetzen, zeigen, dass diese komfortablen Lösungen dann am besten funktionieren, wenn sie bei der Planung der Digitalisierung von Fieberkurve, Medikation und Pflegeprozess bereits berücksichtigt und darauf abgestimmt werden. Das liegt daran, dass die Komponenten Fieberkurve, Medikation, Pflegeprozess und Ordersets eng miteinander interagieren und möglichst gut aufeinander abgestimmt sein sollten.

Ordersets sind ein Beispiel dafür, dass man den Nutzen der Digitalisierung Anwendern und Patienten unmittelbar verdeutlichen kann. Ganz im Sinne von: Smarter Care, Better Outcomes, Healthier You.